1906 trat er in den Salesianerorden ein, 1910 legte er seine Gelübde ab. 1919 wurde er in Madrid, Spanien, zum Priester geweiht. Sein Name ist mit der Gründung der theologischen Hochschule des Salesianerordens in Péliföldszentkereszt verbunden; darüber hinaus gründete er zehn neue Ordenshäuser. Er baute das Gymnasium des Ordens in Nyergesújfalu zu einer staatlich anerkannten Schule aus und gründete in Ungarn die Gesellschaft der Töchter der Hilfe der Heiligen Jungfrau Maria (Don-Bosco-Schwestern) (1937). Während des Holocausts rettete er gemeinsam mit Nuntius Angelo Rotta Juden, weshalb er verhaftet und gefoltert wurde; erst durch die Fürsprache des Nuntius kam er frei (1944). 1948 verließ er das Land.
Nach dem Nachruf des Salesianerordens:
Er kam in der Gemeinde Csősz (Komitat Veszprém) zur Welt. Durch die zu Hause verbreitete Zeitschrift „Szalézi Értesítő“ lernte er die Salesianer kennen. 1906 brach er nach Cavaglia auf. In Lombriasco legte er 1910 seine Gelübde ab. In Novara begann er das Praktikumsjahr und setzte es anschließend in Spanien fort. Dort schloss er sein Theologiestudium ab und wurde 1919 in Madrid zum Priester geweiht. 1920 kam er nach Nyergesújfalu und war nach mehreren verantwortungsvollen Aufgaben von 1933 bis 1948 Provinzial der ungarischen Provinz.
Unter seiner Leitung erlebte unsere Provinz einen raschen Aufschwung. Mit seinem Namen ist die Gründung und Blütezeit der Don-Bosco-Druckerei der Salesianer in Rákospalota verbunden. Unter seiner Leitung wurden unsere Häuser in Mezőnyárád, Mosonmagyaróvár, Balassagyarmat, Gyula, Borsodnádasd, Pestszentlőrinc und Nagybánya (Rumänien) eröffnet. Es ist fast unmöglich, die ganze Reihe dieser Gründungen aufzuzählen. Doch nicht nur die Häuser nahmen zu, auch die Reihen der Ordensbrüder wuchsen stetig.
Dann kam der Zweite Weltkrieg. Auch in diesen schweren Zeiten zeigte sich János Antal von seiner besten Seite. Er öffnete unsere Ordenshäuser für die Verfolgten, die hier ein Zuhause fanden. Deshalb wurden die Ordensbrüder nicht selten schikaniert und oft sogar misshandelt. Auch János Antal wurde verschleppt und misshandelt. Sein Leben rettete der damalige päpstliche Nuntius.
Nach dem blutigen Krieg begann er mit großem Elan mit dem Wiederaufbau und der Gründung neuer Häuser. Zu dieser Zeit wurden die Salesianerhäuser in Cegléd, Miskolc, Sajólád und Tanakajd eröffnet.
Kein Wunder, dass seine Gesundheit unter der angestrengten Arbeit litt. Seine Oberen riefen ihn nach Turin, weshalb er 1948 sein geliebtes Heimatland und die ungarische Provinz verließ. Anstelle der verdienten Ruhe erhielt er jedoch neue Aufgaben. In Turin wurde er Sekretär von Don Tirone, 1951 Provinzoberer in Ecuador.
Kaum ein Jahr später wählte ihn das einberufene Ordenskapitel zum Generalkatecheten, also zum Generalvikar. So gelangte ein ungarischer Salesianer in die erste Reihe der Salesianerwelt. Die ganze Welt lernte den Ungarn János Antal kennen! Aus dem kleinen Bauernjungen war ein angesehener Mann geworden.
In diesem Amt blieb er bis 1965.
In den folgenden Jahren war er ein gefragter Beichtvater und Seelsorger. Aufgrund einer sich verschlimmernden Hirnblutung suchte er in Piossasco bei Turin Linderung, doch der Engel des Todes holte ihn fast unerwartet. Er war 74 Jahre alt.
Antal János SDB: Personendatensatz. In: Historisches Verzeichnis ungarischer, ungarischstämmiger und ungarischsprachiger Seelsorger im Ausland. Verfügbar unter: https://www.diaszporalelkipasztorok.hu/persons_v2/view.php?id=13 (abgerufen am: 2026-04-05).