Osli, Österreich-Ungarische Monarchie, derzeit Ungarn — 8. April 1870
Sterbedaten:
Ungarn — 8. Februar 1922
Konfession:
Römisch-katholisch
Kirchlicher Status:
diözesan
Diözese / Orden:
Győr
Weihegrad:
Priester
Priesterweihe:
1894
Begräbnisort:
Nádorvárosi köztemető
Győr, Ungarn
Biographische Daten
1894 wurde er zum Priester geweiht. 1904 verurteilte ihn das Gericht wegen Urkundenfälschung (er hatte den Namen seines Bruders auf eine Schuldverschreibung geschrieben) zu einem Jahr Gefängnis; daraufhin wurde er auch von seinem kirchlichen Amt suspendiert. Bischof Miklós Széchényi gab am 25. Mai folgende Begründung ab: „Mit bestürztem Gemüt, doch von heftigstem und bitterstem Schmerz geplagt, teile ich dem Ehrwürdigen Klerus mit, dass Pál Csizmadia, Kaplan von Mocsai, aufgrund des Urteils des Obersten Zivilgerichts der Urkundenfälschung für schuldig befunden und zu einer Freiheitsstrafe verurteilt wurde und gemäß den kirchlichen Gesetzen von seinem Amt und seiner Stellung suspendiert wurde.“ Er floh vor der Haftstrafe in die USA, kehrte jedoch 1918 zurück, erhielt jedoch keine kirchliche Anstellung; einigen Quellen zufolge verbrachte er den Rest seines Lebens krankgeschrieben in Csorná.