Beschreibung
Die St.-Stephans-Kirche in Allentown entstand als Zentrum der ungarischen katholischen Einwanderergemeinde, die sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts bildete. Die örtlichen Ungarn gehörten zunächst zur katholischen Seelsorge von Bethlehem, begannen dann aber im Laufe der Jahre 1913–1914 mit dem Aufbau einer eigenständigen Kirchengemeinde. Die Gemeinde erwarb 1916 ein Grundstück und ein als Pfarrhaus geeignetes Haus in der Union Street, und 1917 begann unter der Leitung von Menyhért Erdújhelyi der Bau der Kirche; die Grundsteinlegung fand am 25. August 1917 statt. Eine entscheidende Rolle in der späteren Entwicklung der Pfarrei spielte Pfarrer László Nagy, der ab 1925 über Jahrzehnte hinweg das Glaubensleben organisierte, Vereine und Einrichtungen gründete sowie den Bau der neuen Kirche vorbereitete. Die Weihe der neuen Kirche fand am 6. Januar 1957 statt, doch als erschütterndes Ereignis in der Geschichte der Gemeinde verstarb Pfarrer László Nagy während der Weihefeier im Altarraum. Die Kirche blieb auch danach eines der wichtigsten religiösen und gemeinschaftlichen Zentren der ungarischen Katholiken in Allentown; 1974 besuchte auch Kardinal József Mindszenty die örtliche ungarische Gemeinde.
Im 21. Jahrhundert schwand die ungarische Präsenz in der Kirche allmählich, stattdessen wurde sie zu einem regionalen Zentrum der traditionellen lateinischen Liturgie; seit 2006 ist sie der Hauptort für die lateinische Messe, und seit 2016 hat die Priestly Fraternity of Saint Peter die Leitung der Pfarrei übernommen. Die Pfarrei ging 2023 in die Holy Ghost Parish auf, doch die historische Bedeutung der St.-Stephans-Kirche blieb als eine wichtige Gedenkstätte des ungarischen katholischen Erbes in Allentown erhalten.