Győr, Königreich Ungarn, derzeit Ungarn — 26. Juni 1944
Konfession:
Römisch-katholisch
Kirchlicher Status:
diözesan
Diözese / Orden:
Veszprém
Weihegrad:
Priester
Priesterweihe:
Győr, Ungarn — 15. Juni 1971
Biographische Daten
Er legte 1963 am Franziskanergymnasium „Pelbárt Temesvári“ in Esztergom sein Abitur ab und absolvierte anschließend von 1963 bis 1967 sein Theologiestudium in Győr; dazwischen leistete er von 1967 bis 1969 seinen Wehrdienst in Nagyatád. Er schloss sein Studium in Szeged zwischen 1969 und 1971 ab. Am 15. Juni 1971 wurde er zum Priester geweiht.
Am 8. September 1972 verließ er mit Erlaubnis des Erzbischofs das Land und ging auf Einladung der Benediktiner von São Paulo nach Brasilien, wo er mit Genehmigung des Diözesanbischofs Dr. László Lékai den pastoralen Dienst für die dortige ungarische Emigrationsgemeinde übernehmen sollte. Bei seiner Ankunft erhielt er diesen Dienst jedoch nicht; stattdessen bot man ihm die Stelle des Koadjutors in der brasilianischen Pfarrei Nova Santa Rosa im Bundesstaat Paraná an, die von OSB Szeverin Kögl geleitet wurde, im brasilianischen Nova Santa Rosa im Bundesstaat Paraná, als Möglichkeit für ein Benediktiner-Noviziat an, was er jedoch ablehnte; deshalb musste er das Kloster verlassen und beantragte auch seine Laisierung, die er jedoch kurz darauf wieder zurückzog.
Ein Jahr lang arbeitete er als Fabrikarbeiter, dann nahm ihn ab 1973 Paulo Evaristo Arns, Erzbischof von São Paulo, in seine Diözese auf, zunächst als Koadjutor, ab 1974 dann als Pfarrer. Aufgrund seiner pastoralen Erfolge schickte ihn der Erzbischof ab 1976 nach Rom, wo er an der Päpstlichen Universität Gregoriana Kirchengeschichte studierte. 1987 promovierte er in Kirchengeschichte. Seit 1978 ist er brasilianischer Staatsbürger. 1980 schloss er sein Postgraduiertenstudium in Rom ab und kehrte anschließend nach São Paulo zurück, wo er bis 1981 stellvertretender Direktor der historischen Abteilung des Erzbischöflichen Archivs war und an den Wochenenden als Hilfspfarrer in den Elendsvierteln am Rande der Stadt tätig war.
Aufgrund des unerwarteten Todes seines Vaters kehrte er 1981 nach Rom zurück, wo er im Dienst der Kongregation für die Glaubensverbreitung zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter und später als Archivar tätig war, bis er 1994 endgültig in seine Heimat zurückkehrte.
Ab 1994 lehrte er als Dozent für Neuere Kirchengeschichte am Lehrstuhl für Neuere und Zeitgenössische Geschichte der JATE-Universität in Szeged.
1996 trat er aus dem Priesteramt aus und ging eine standesamtliche Ehe ein.
2005 ging er in den Ruhestand, und 2018 endete seine Ehe durch Scheidung.
Seit 2022 ist er Bewohner des Franziskaner-Altenheims in Esztergom.
Sein Antrag auf Reinkardination wurde vom Heiligen Stuhl genehmigt, doch Erzbischof Dr. György Udvardy von Veszprém machte von dieser Erlaubnis unter Berufung auf die Altersgrenze keinen Gebrauch.
Dienstorte im Heimatland
Von
Bis
Ort i
Aktueller Name, Land i
Kirche / Institution
Funktion
1971
Mernye, Ungarn
Hilfspfarrer
1971
1972
Káptalanfa, Ungarn
Koadjunkt
1971
1972
Zalakoppány, Ungarn
Koadjunkt
Dienstorte im Ausland
Von
Bis
Ort
Aktueller Name, Land
Kirche / Institution
Funktion
1972
1973
São Paulo, Brazília
Paróquia São Bento do Morumbi
Neuling
1973
1976
São Paulo, Brazília
São João Batista plébánia
Hilfspfarrer
1973
1976
São Paulo, Brazília
Santo Estevão Martir plébánia
Pfarrer
1976
1980
Róma, Italien
Pontificia Università Gregoriana
ein Aufbaustudium absolvieren
1980
1981
São Paulo, Brazília
São Paulo-i érsekség
Archivar, stellvertretender Direktor
1981
1994
Vatikán, Vatikánváros
De Propaganda Fide Kongregáció
wissenschaftlicher Mitarbeiter, Archivar
Literarische Tätigkeit
Széles körű egyháztörténeti kutatások magyar, olasz és portugál nyelveken.