Abaújnádasd, Csehszlovákia, derzeit Trstené pri Hornáde, Slowakei — 3. Juli 1924
Sterbedaten:
Seven Hills, OH, USA — 27. März 2012
Laut anderer Quelle: 2012. március 28.
Konfession:
Römisch-katholisch
Kirchlicher Status:
diözesan
Diözese / Orden:
Köln, Németország
Weihegrad:
Priester
Priesterweihe:
Köln, NSZK, derzeit Deutschland — 24. August 1952
Begräbnisort:
Calvary Cemetery
Cleveland, OH, USA
Weiterer verwendeter Name:
Rev. Ladislaus R. Rosko
Biographische Daten
László Roskó (Abaújnádasd, 3. Juli 1924 – Seven Hills, Ohio, 27. März 2012 [nach anderen Quellen 28. März]) war ein römisch-katholischer Priester, Seelsorger der Diözese Cleveland und eine prägende Persönlichkeit der ungarischen katholischen Gemeinde in Cleveland. Fast vier Jahrzehnte lang leitete er die Pfarrei „St. Margaret of Hungary“ und spielte eine entscheidende Rolle bei deren Verlegung von der Buckeye Road nach Orange Village.
Er wurde am 3. Juli 1924 in Abaújnádasdon (heute Trstené pri Hornáde, Slowakei) geboren. Seine Gymnasialausbildung absolvierte er am Benediktiner-Gymnasium in Kőszeg. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte er sein Theologiestudium in Westdeutschland fort und wurde am 24. August 1952 im Erzbistum Köln zum Priester geweiht. Im Zusammenhang mit der nachkriegszeitlichen Emigrationswelle aus Ungarn wanderte er 1956 in die Vereinigten Staaten aus, wo er in die Priestergemeinschaft der Diözese Cleveland inkardiniert wurde.
Seine ersten Dienstorte in den USA lagen im Bundesstaat Ohio. Er war als Hilfspfarrer in Lakewood und anschließend in der Pfarrei St. Antonius in Fairport Harbor tätig. Danach absolvierte er von 1962 bis 1965 ein Universitätsstudium in Washington. 1965 wurde er zum Hilfspfarrer der St.-Margit-Kirche in Cleveland ernannt, wo er zunächst an der Seite von Pfarrer János Mundweil und später an der Seite von Pfarrer Dezső Hoffmann tätig war. Nach dem Weggang von Dezső Hoffmann übernahm er im August 1972 auch die Leitung der Pfarrei.
Während seiner Zeit als Pfarrer durchlief die ungarische katholische Gemeinde in Cleveland einen bedeutenden gesellschaftlichen Wandel. Die ungarische Bevölkerung aus der Gegend um die Buckeye Road zog nach und nach in die östlichen Vororte, weshalb der Unterhalt der alten Kirche immer schwieriger wurde. Unter der Leitung von László Roskó traf die Gemeinde die historisch bedeutsame Entscheidung, die alte Kirche zu verkaufen, gleichzeitig aber ihre wichtigsten liturgischen und künstlerischen Schätze – darunter den Hauptaltar und mehrere Buntglasfenster – zu bewahren. Diese wurden in der neuen Kirche untergebracht, die in Orange Village auf dem Gelände des Divine Redeemer Home errichtet und im September 1993 von Bischof Anthony M. Pilla geweiht wurde. Dieser Umzug war ein seltenes Beispiel dafür, dass eine ungarisch-amerikanische Pfarrei nicht aufgelöst, sondern an einem neuen Standort neu organisiert wurde.
László Roskó übte seinen pastoralen Dienst sowohl in ungarischer als auch in englischer Sprache aus. Er war ein aktiver Organisator des ungarischen Gemeinschaftslebens, nahm regelmäßig an kulturellen und kirchlichen Veranstaltungen teil und spielte eine wichtige Rolle bei der Vorbereitung und Durchführung des Besuchs von Kardinal József Mindszenty in Cleveland im Jahr 1974. Darüber hinaus widmete er sich der Sicherung des ungarischen Seelsorgernachwuchses; er wirkte bei der Vorbereitung mehrerer junger Priester auf ihren Dienst in den USA mit.
Am 1. November 2009 reorganisierte die Diözese Cleveland ihr Pfarrnetzwerk; im Zuge dessen wurde die ungarische St.-Margit-Pfarrei als eigenständige Kirchengemeinde aufgelöst. László Roskó trat zu diesem Zeitpunkt in den Ruhestand, womit sein mehr als vierzigjähriger Dienst als Pfarrer zu Ende ging. Seine Zeitgenossen erinnerten sich an ihn als einen einfachen, direkten und den ungarischen Traditionen treuen Seelsorger, der mit seiner charakteristischen schwarzen Priesterkappe viele Jahre lang eine bekannte Persönlichkeit im ungarischen Viertel von Cleveland war.
Im März 2012 verstarb er im Bundesstaat Ohio. Die Trauermesse wurde von Weihbischof Roger Gries in der Kirche der Benediktinerabtei St. Andreas in Cleveland zelebriert; anschließend wurde er auf dem Calvary Cemetery zur letzten Ruhe gebettet.