Felsőőr, Königreich Ungarn, derzeit Oberwart, Österreich — 3. März 1862
Sterbedaten:
Kőszeg, Ungarn — 3. April 1936
Konfession:
Römisch-katholisch
Kirchlicher Status:
diözesan
Diözese / Orden:
Szombathely
Weihegrad:
Priester
Priesterweihe:
2. August 1884
Biographische Daten
Sándor Schaffer (Felsőőr, 3. März 1862 – Kőszeg, 3. April 1936) war Priester der Diözese Szombathely und einer der ersten Seelsorger der ungarischen katholischen Auswanderer in Kanada und den Vereinigten Staaten. Fast anderthalb Jahrzehnte lang diente er den ungarischen Gemeinden in Nordamerika und kehrte nach seiner Pensionierung nach Ungarn zurück.
Er wurde am 3. März 1862 in Felsőőr (heute Oberwart, Österreich) geboren. Seine Tätigkeit als Pfarrer begann er als Hilfspfarrer: von 1884 bis 1886 in Vizlendva, von 1886 bis 1887 in Rohoncon, 1887 in Nagynárád und anschließend von 1887 bis 1888 in Pinkamiske. 1888 kehrte er erneut nach Nagynárád zurück, wo er als Verwalter tätig war, und wurde noch im selben Jahr nach Kismarton (Eisenstadt) versetzt. Von 1888 bis 1913 war er in Kismarton zunächst Verwalter, später Pfarrer.
1913 reiste er nach Nordamerika. Zunächst leitete er als Missionspfarrer die ungarisch-katholische Mission in Simpson (Saskatchewan), Kanada. Nach einem Jahr ging er in die Vereinigten Staaten. Von 1916 bis 1917 war er in Philadelphia tätig, bevor er am 27. Januar 1917 zum Pfarrer der ungarisch-katholischen Gemeinde in East Chicago im Bundesstaat Indiana ernannt wurde. Amerikanischen Quellen zufolge übernahm er zu diesem Zeitpunkt die Leitung der St.-Stephans-Pfarrei und leitete eine bedeutende Entwicklung im Leben der Gemeinde ein. Zu seinen ersten Maßnahmen gehörten die Begleichung der Schulden der Pfarrei und der Erwerb neuer Immobilien. 1920 begann der Bau der neuen Kirche, deren Grundstein im Mai gelegt wurde; 1922 organisierte er die Pfarrschule, die von den „Töchtern der Göttlichen Liebe“ geleitet wurde.
Den ungarischen Erinnerungen zufolge sprach er sowohl Deutsch als auch Englisch sehr gut. Nach seiner Pensionierung kehrte er nach Kőszeg zurück, wo er am örtlichen Gymnasium Sprachen unterrichtete und am kulturellen Leben der Stadt teilnahm. Er unterstützte auch die Gründung eines Klosters der Schwestern der Göttlichen Liebe.
Am 3. April 1936 verstarb er in Kőszeg.
Máté: A magyar katholikus papság Észak-Amerikában, 218.
Török, 250., 356.
Vas Vármegyei Életrajzi Lexikon.
History of the Lake and Calumet Region of Indiana (1927), https://inportercounty.org/Data/Misc/PorterCountyHistory-1927/PorterCountyHistory-1927-Chapter19.html
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