Er war ein griechisch-katholischer Priester ungarischer Herkunft, Theologieprofessor, Liturgiegeschichtler, kirchlicher Autor und Herausgeber. In den Vereinigten Staaten war er unter dem Namen Basil Shereghy, später Monsignore Basil Shereghy, tätig.
Sein Vater war der griechisch-katholische Priester András Sereghy, seine Mutter Izabella Jaczkovics. Er absolvierte seine Gymnasialausbildung am Gymnasium in Beregszász und studierte anschließend Theologie in Uzhhorod, Olmütz und Budapest. Zum Abschluss seines Studiums erwarb er 1942 den Doktorgrad in Theologie. Am 29. März 1942 wurde er von Sándor Sztojka, dem griechisch-katholischen Bischof von Munkács, zum Priester geweiht. Anschließend unterrichtete er am griechisch-katholischen Priesterseminar in Uzhhorod.
Nach dem Zweiten Weltkrieg, zu Beginn der kommunistischen Verfolgung der griechisch-katholischen Kirche in der Karpatenukraine, verließ er seine Heimat. 1946 kam er in die Vereinigten Staaten, wo er in den Dienst der byzantinisch-katholischen Kirche in Pittsburgh trat. Am byzantinisch-katholischen Priesterseminar „St. Cyril und Methodius“ in Pittsburgh lehrte er Sprache, Liturgie, Dogmatik und östliche Theologie und war zudem an der geistlichen Begleitung der Seminaristen beteiligt. Während seiner Tätigkeit in den USA entwickelte er sich zu einer bedeutenden theologischen und liturgischen Autorität der ruthenisch-byzantinisch-katholischen Kirche.
1957 wurde er Pfarrer der St. John the Baptist Byzantine Catholic Church in Minneapolis. Während seiner Amtszeit legte er großen Wert auf die Stärkung des byzantinischen Charakters der Kirche, die Wiederherstellung der östlichen liturgischen und künstlerischen Traditionen sowie die Aufstellung von Ikonen in der Kirche. In Minneapolis war er mindestens bis Anfang der 1960er Jahre tätig.
Spätestens 1963 war er bereits Pfarrer der „Transfiguration of Our Lord Hungarian Byzantine Catholic Church“ in McKeesport, Pennsylvania. Die Gemeinde war ein wichtiges religiöses und kulturelles Zentrum für die ungarischen griechisch-katholischen Gläubigen der Region. Sereghy übte nicht nur den englischsprachigen Seelsorgedienst aus, sondern setzte sich auch für die Bewahrung der ungarischen Sprache, der ungarischen kirchlichen Traditionen und des materiellen Erbes der Gemeinde ein. Auch Anfang der 1980er Jahre war er als Pfarrer der Gemeinde in McKeesport tätig.
Bazil Sereghy spielte auch im kulturellen und publizistischen Leben der Erzdiözese Pittsburgh eine bedeutende Rolle. Er war einer der Gründungsmitarbeiter der 1956 ins Leben gerufenen kirchlichen Zeitschrift „Byzantine Catholic World“ und fungierte von 1970 bis 1986 als deren Herausgeber. Darüber hinaus beteiligte er sich an der Sammlung byzantinisch-katholischer kirchlicher und historischer Dokumente und war als Direktor bzw. Kurator des Archeparchialmuseums tätig.
Im Mittelpunkt seines wissenschaftlichen und populärwissenschaftlichen Schaffens standen die byzantinisch-katholische Liturgie, die Geschichte der ruthenisch-griechisch-katholischen Kirche sowie das religiöse Erbe der byzantinisch-katholischen Gemeinschaften in den USA. Zu seinen wichtigsten Werken zählen die Einführungsschrift „What Are Greek Catholics?“, die gemeinsam mit Athanasius Pekar verfasste Arbeit über die Priesterausbildung in der Karpatenukraine, das gemeinsam mit Vladimir Vancik zusammengestellte „Greek Catholic Dictionary“, „The Liturgy of St. John Chrysostom“, „Ruthenian Form“, „The Liturgical Year of the Byzantine-Slavonic Rite“, „Bishop Basil Takach: The Good Shepherd“ sowie das 1981 erschienene Werk „The Byzantine Catholics“. Letzteres Werk wurde später als kurze Zusammenfassung der Geschichte der byzantinisch-katholischen Kirche in den USA erneut herausgegeben.
Als Herausgeber stellte er auch das historische Album zusammen, das anlässlich des 75-jährigen Bestehens der griechisch-katholischen Hilfsvereine in den USA erschien. Zu seinen letzten bedeutenden Werken gehörte das 1985 erschienene Buch „Fifty Years of Piety“, das die fünfzigjährige Geschichte der griechisch-katholischen Wallfahrt in Uniontown beleuchtet.
Bazil Sereghy verstarb am 16. Juni 1988 in Pittsburgh.
Dienstorte im Heimatland
Von
Bis
Ort i
Aktueller Name, Land i
Kirche / Institution
Funktion
1942
1945
Ungvár, Königreich Ungarn
Uzshorod (Ужгород), Ukraine
Religionslehrer
Dienstorte im Ausland
Von
Bis
Ort
Aktueller Name, Land
Kirche / Institution
Funktion
1945 nach
1957
Pittsburgh, PA, USA
Byzantine Catholic Seminary of SS. Cyril and Methodius
Lehrer, geistlicher Begleiter, Dogmatik, östliche Theologie, Sprachwissenschaft und Liturgik
1957
1960 nach
Minneapolis, MN, USA
St. John the Baptist Byzantine Catholic Church
Pfarrer
1960 nach
1981 circa
McKeesport, PA, USA
Holy Transfiguration Hungarian Greek Catholic Church
Pfarrer
Literarische Tätigkeit
Basil Shereghy – Vladimir Vancik: Greek Catholic Dictionary. Pittsburgh Byzantine Diocesan Press, Pittsburgh, 1951/1952.
What Are Greek Catholics? – 1948
The Training of Carpatho-Ruthenian Clergy – Athanasius Pekarral, 1951
The Liturgy of St. John Chrysostom, Ruthenian Form – 1961
The Liturgical Year of the Byzantine-Slavonic Rite – 1968
The Divine Liturgy of Saint John Chrysostom – 1970
A Historical Album Compiled on the Occasion of the Seventy-fifth Anniversary of the United Societies – szerkesztő, 1978
Bishop Basil Takach: The Good Shepherd – 1979
The Byzantine Catholics – 1981
Fifty Years of Piety: A History of the Uniontown Pilgrimage – 1985