Er war griechisch-katholischer Priester, Dekan, Berater des Heiligen Stuhls und gehörte zu den ersten ungarischen und ruthenischen griechisch-katholischen Seelsorgern in den Vereinigten Staaten; zudem war er ein aktiver Mitwirkender in der Bewegung zur Gründung des ungarischen griechisch-katholischen Bistums.
Sein Vater war der griechisch-katholische Priester Pál Sereghy, seine Mutter Vilhelmina Jaczkovics. Er wuchs als Mitglied der Familie Sereghy–Jaczkovics auf, aus der über mehrere Generationen hinweg Priester hervorgingen. Er absolvierte sein Theologiestudium in Ungvár und Budapest und wurde am 26. September 1886 von János Pásztélyi Kovács, dem Bischof von Munkács, zum Priester geweiht.
Seine erste Amtsstelle war Márk (Komitat Zemplén), wo er zwischen 1886 und 1891 seinen pastoralen Dienst versah. Während der ersten großen Auswanderungswelle nach Amerika entschloss er sich, unter den in die Vereinigten Staaten ausgewanderten griechisch-katholischen Gläubigen Seelsorgearbeit zu leisten. 1891 kam er in die Vereinigten Staaten, wo er zeitgenössischen amerikanischen Quellen zufolge auch im Bundesstaat New York tätig war, und im Dezember 1891 wurde er unter den Teilnehmern einer griechisch-katholischen Priesterkonferenz in Hazleton, Pennsylvania, bereits mit der Bezeichnung „Alexander Sereghy, Brooklyn, N. Y.“ aufgeführt. Die Versammlung war ein prägendes Ereignis in der Geschichte der griechisch-katholischen Kirche in den USA, bei der die teilnehmenden Priester über die Schaffung einer eigenständigen kirchlichen Organisation für die griechisch-katholischen Gläubigen und den Schutz ihrer Rechte berieten.
Der ungarischen Fachliteratur zufolge war Scranton (Pennsylvania) der wichtigste Wirkungsort seiner Tätigkeit in den USA, wo er zwischen 1891 und 1894 tätig war. Gleichzeitig lässt sich anhand amerikanischer Quellen mit Sicherheit feststellen, dass er Ende 1891 mit Brooklyn verbunden war; daher erfordert die genaue Chronologie seines Dienstes in den USA weitere archivarische Recherchen. Sicher ist jedoch, dass er zu den ersten griechisch-katholischen Priestern in den Vereinigten Staaten gehörte und 1893 auf einem zeitgenössischen Gruppenfoto zu sehen war, das den griechisch-katholischen Klerus in den USA zeigt.
1894 kehrte er in die Diözese Munkács zurück und wurde Pfarrer in Uglya (Komitat Máramaros), wo er bis 1903 tätig war. Anschließend wurde er zum griechisch-katholischen Pfarrer von Nyírvasvár ernannt. Im Jahr 1905 wurde er zum Dekan des Dekanats Nyíri ernannt, 1911 zum Mitglied des Synodalrats. Als Dekan galt er als eine der prägenden Persönlichkeiten der griechisch-katholischen Kirche im Komitat Szabolcs.
Mit seinem Namen ist auch die Unterstützung der Bestrebungen der ungarischen griechisch-katholischen Kirche nach Selbstständigkeit verbunden. Auf der am 12. September 1911 in Hajdúdorog abgehaltenen nationalen griechisch-katholischen Großversammlung wurde er zum Mitglied des Ausschusses gewählt, der die Errichtung eines ungarischsprachigen griechisch-katholischen Bistums vorbereiten sollte. Die Aufgabe des Ausschusses bestand in der Vorbereitung der Organisation des späteren Bistums Hajdúdorog, sodass Sándor Sereghy unmittelbar an jener Bewegung beteiligt war, die 1912 zur Gründung des eigenständigen ungarisch-griechisch-katholischen Bistums führte.
Am 20. März 1912 verstarb er in Nyírbaktán. Auch die griechisch-katholische Presse jener Zeit gedachte seines Todes und hob dabei seinen pastoralen Eifer und seine Tätigkeit als Dekan hervor. Sein Familienleben war eng mit dem griechisch-katholischen Klerus verbunden: Seine Ehefrau war Mária Puza, Puza