Griechisch-katholischer Priester und Seelsorger der griechisch-katholischen Diözese Munkács, der im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts unter den ungarischen und ruthenischen griechisch-katholischen Gläubigen in den Vereinigten Staaten von Amerika missionarisch tätig war. Sein Vater war der griechisch-katholische Priester József Seregély, seine Mutter Teréz Mária Voloscsuk. Sein Theologiestudium absolvierte er am Priesterseminar in Uzhhorod. Am 16. Oktober 1892 wurde er von Bischof Gyula Firczák aus Munkács zum Priester geweiht. Er begann seinen Dienst als Hilfspfarrer in seinem Heimatdorf Sárközújlak (1892–1895), anschließend in Bilke (1895–1897) danach in Csepe (1897–1903). Den Verzeichnissen jener Zeit zufolge betreute er in diesen Jahren vor allem rusynisch- und ungarischsprachige griechisch-katholische Gläubige. Im Jahr 1905 entsandte ihn das griechisch-katholische Bistum Munkács in die Vereinigten Staaten von Amerika, wo er Pfarrer der griechisch-katholischen Gemeinde in Charleroi, Pennsylvania, wurde. Die Stadt war zu dieser Zeit ein bedeutendes Industriezentrum für ungarische, ruthenische und andere mitteleuropäische Einwanderer, in dem sich eine schnell wachsende griechisch-katholische Gemeinde bildete. Eines der prägenden Ereignisse während seines Dienstes in Charleroi war der Tornado vom 27. April 1907, der die 1899 erbaute Holzkirche vollständig zerstörte. Emil Seregély spielte eine entscheidende Rolle bei der Organisation des Wiederaufbaus. Wie aus der Ausgabe des „Monessen Daily Independent“ vom 6. Juni 1907 hervorgeht, konnten die Baupläne für die neue Kirche sowie die Angebote für die Ausführung der Arbeiten an seiner Adresse in Charleroi eingesehen werden, was belegt, dass er auch die Leitung der Bauarbeiten innehatte. Die neue, aus Ziegeln und Stein errichtete Kirche wurde noch vor Ende desselben Jahres fertiggestellt und sicherte den Gläubigen so die Kontinuität des pastoralen Lebens. Während seines Dienstes in den USA wirkte er an der gemeinsamen Seelsorge für griechisch-katholische Gläubige verschiedener Nationalitäten – Ungarn, Ruthenen und andere osteuropäische Einwanderer – mit. Seine Tätigkeit fiel mit der Phase der Konsolidierung der griechisch-katholischen Gemeinden in den USA zusammen, als in den Industriegebieten von Pennsylvania zahlreiche neue Kirchen und Pfarreien entstanden. Anfang 1910 kehrte er aus gesundheitlichen Gründen in sein Heimatdorf zurück, wo er am 22. April 1910 im Alter von nur 43 Jahren verstarb. Seine Ehefrau war Anna Berlányi (1874–1899), die Tochter des griechisch-katholischen Priesters István Berlányi und von Amália Kaminszky. Ihre Ehe währte nur kurze Zeit, da seine Frau früh verstarb.