Sátoraljaújhely, Königreich Ungarn, derzeit Ungarn — 11. März 1927
Sterbedaten:
Nyíregyháza, Ungarn — Januar 2012
Konfession:
Griechisch-katholisch
Kirchlicher Status:
ordensgebunden
Diözese / Orden:
bazilita (Ordo Sancti Basilii Magni)
Weihegrad:
Priester
Eintritt ins Ordensleben:
28. Oktober 1948
Ewige Gelübde:
Glen Cove, NY, USA — 5. Juli 1959
Szent József kolostor
Priesterweihe:
Homestead, PA, USA — 20. Dezember 1959
Szent Illés templom
Begräbnisort:
Máriapócs, Ungarn
Biographische Daten
József István Skinta wurde am 11. März 1927 in Sátoraljaújhely als Sohn von Mihály Skinta und Anna Kovács geboren. Seine Familie gehörte der örtlichen griechisch-katholischen Pfarrei St. Nikolaus an. Er absolvierte die Grund- und Sekundarschule in seiner Heimatstadt und schloss am 5. Juli 1947 die Handelshochschule ab. Am 28. Oktober 1948 trat er in den Orden des Heiligen Basilius des Großen ein, am 21. Juni 1949 legte er die Ordenskleidung an und nahm dabei den Ordensnamen István an.
Seine Ordensausbildung fiel in die Zeit der kommunistischen Verfolgung der ungarischen Orden. Miklós Dudás OSBM, Bischof von Hajdúdorog, nahm ihm am 25. November 1951 die Tonsur und das Leseamt ab. Da die Arbeit des Ordens unmöglich gemacht wurde, zerstreute sich die Gemeinschaft der basilianischen Novizen. Zwischen 1952 und 1954 übte Skinta verschiedene weltliche Tätigkeiten aus: Er arbeitete als Bauarbeiter, als Beamter, als Buchhalter und als Sozialarbeiter. In der Zwischenzeit bot sich ihm die Möglichkeit, sein Theologiestudium fortzusetzen; von 1954 bis 1956 studierte er an der Pázmány-Péter-Universität.
Im Februar 1957 verließ er Ungarn und ging in die Vereinigten Staaten, wo er sich seinen ehemaligen Mitbrüdern im Basilianerorden, József Erdei und Bazil Rakaczky, anschloss. Er schloss sein Theologiestudium am Zisterzienser-Theologischen Institut in Ocauchee ab. Am 5. Juli 1959 legte er im St.-Joseph-Kloster in Glen Cove im Bundesstaat New York seine Ordensgelübde ab. Er wurde von Bischof Nicholas T. Elko in Burton, Ohio, zum Subdiakon geweiht, am 8. Dezember 1959 in Passaic zum Diakon am 20. Dezember 1959 in der St.-Elias-Kirche in Homestead, Pennsylvania, zum Priester geweiht. Seine erste Dankes-Heilige Liturgie feierte er in Cleveland in der St.-Joseph-Kirche.
In den ersten Jahren seines pastoralen Dienstes in den USA war er in Toledo, Cleveland und Lorain tätig. In Lorain diente er von 1961 bis 1966 in der St.-Michael-Kirche und engagierte sich zudem in der Arbeit der St.-Nikolaus-Kirchenschule. 1961 erwarb er am Lorain County College die Lehrbefugnis.
Er spielte eine herausragende Rolle bei der Gründung des Zentrums der ungarischen Basilianer in Matawan. 1963 erwarb er in New Jersey jene alte Farm, auf der später das Kloster und Pilgerzentrum der Basilianer von Máriapócs entstand. Die Basilianer-Gemeinschaft wurde von István Skinta, Bazil Rakaczky und József Erdei gegründet; das Zentrum entwickelte sich zu einer bedeutenden Einrichtung des religiösen und kulturellen Lebens der ungarischen griechisch-katholischen Gemeinschaft in den USA. Zwischen 1966 und 1971 war Skinta Oberhaupt der Gemeinde in Matawan. Die historische Übersicht über den Basilianerorden gibt dieselbe Reihenfolge der Oberen an: Nach Bazil Rakaczky leitete István Skinta die Gemeinschaft, auf den 1971 József Erdei folgte.
Von Matawan aus wirkten die Basilianer nicht nur im Kloster, sondern beteiligten sich auch an der Seelsorge in den griechisch-katholischen Pfarreien der Umgebung. Die Geschichte der St. Mary’s Byzantine Catholic Church in New Jersey erwähnt István Skinta namentlich unter den basilianischen Patres aus Matawan, die in der Pfarrei aushilfsweise tätig waren.
Ab 1971 war er vor allem als Gemeindepfarrer tätig. Er wirkte in New York, Elizabeth, Trenton, Wilkes-Barre, Scranton, Perth Amboy und New Brunswick, kehrte dabei aber auch mehrmals ins Kloster in Matawan zurück. Zwischen 1994 und 1996 war er in Ungarn Oberer der basilianischen Novizen, kehrte dann aber wieder in die Vereinigten Staaten zurück. Seine letzte feste Aufgabe in den USA erhielt er im Jahr 2000: Bis 2009 war er Pfarrer der griechisch-katholischen St.-Joseph-Kirche in New Brunswick. Auch eine zeitgenössische Quelle aus dem Jahr 2003 nennt ihn als Pfarrer der Gemeinde.
Anlässlich des fünfzigsten Jahrestags seiner Priesterweihe wurde am 8. März 2009 im Basiliterkloster in Matawan eine Dankes-Heilige Liturgie gefeiert. Anschließend trat er nach mehr als fünfzig Jahren priesterlichen Dienstes in den USA in den Ruhestand und kehrte endgültig nach Ungarn zurück.
Neben seinem pastoralen und monastischen Dienst war er lange Zeit mit der ungarischen Pfadfinderbewegung verbunden: Seit 1939 war er Pfadfinder, später war er auch als Leiter der 4. Pfadfindergruppe tätig. Er war außerdem im Sekretariat der Vereinigung ungarischer katholischer Priester tätig und Mitglied des vierten Grades der „Knights of Columbus“.
Nach seiner Rückkehr lebte er zurückgezogen in Máriapócs. Im Jahr 2009 regte er bei einem Treffen der Ungarischen Katholischen Priestervereinigung in Máriapócs die Erneuerung der Weihe Ungarns an Maria an. Er verstarb im Januar 2012 in Nyíregyháza.