Bernát Sommer (Geburts- und Sterbedaten unbekannt) war ein römisch-katholischer Priester, Priester des Bistums Spiš und in den Vereinigten Staaten tätiger ungarischer Seelsorger.
Er absolvierte seine Ausbildung in Igló, wo er in den Schulberichten als römisch-katholischer Schüler des evangelischen Gymnasiums aufgeführt ist. Über die ersten Jahre seines Priesteramts ist nur wenig bekannt. Um 1899 war er als Kaplan tätig; sofern sich die Angabe auf das Bistum Szepes bezieht, war sein Dienstort vermutlich Szepeshely (Szepeskáptalan), der Sitz des Bistums und des Domkapitels. Dies muss jedoch noch durch das Diözesanverzeichnis bestätigt werden.
Im Jahr 1905 war er in der Pfarrei Lucski (heute Lúčky, Slowakei) im Komitat Liptó tätig. Der örtlichen Pfarrgeschichte zufolge übernahm er am 24. Juli 1905 die Leitung der Pfarrei, doch sein Dienst dauerte nur wenige Monate; noch im selben Jahr folgte ihm ein anderer Priester nach.
1906 ging er in die Vereinigten Staaten. In Dayton (Ohio) wurde er der erste Pfarrer der damals gegründeten ungarischen römisch-katholischen Pfarrei St. Stephen. Im historischen Verzeichnis der Erzdiözese Cincinnati wird er zwischen 1906 und 1908 als Leiter der Pfarrei aufgeführt. Seine Aufgabe bestand darin, die neue ungarische Gemeinde aufzubauen und sie anfangs seelsorgerisch zu betreuen. 1908 folgte ihm Adam Blucz nach.
Einer späteren Veröffentlichung zur amerikanischen Lokalgeschichte zufolge stand er 1913 auch in Verbindung mit der ungarischen katholischen Gemeinde in Northampton, Pennsylvania, und bringt die Gründung des Hilfsvereins „St. Peter und Paul“ mit der Leitung von Pater Bernard Sommer in Verbindung. Da es bislang nicht gelungen ist, diese Angabe durch zeitgenössische kirchliche Quellen zu bestätigen, kann sein Wirken in Northampton nicht als erwiesen angesehen werden.
Sein weiterer Lebensweg nach 1908 sowie Ort und Zeitpunkt seines Todes sind derzeit nicht bekannt.