Szentendre, Österreich-Ungarische Monarchie, derzeit Ungarn — 27. September 1914
Sterbedaten:
Fort Saskatchewan, AB, Kanada — 13. Februar 1999
Konfession:
Römisch-katholisch
Kirchlicher Status:
ordensgebunden
Diözese / Orden:
szalézi
Weihegrad:
Priester
Eintritt ins Ordensleben:
Péliföldszentkereszt, Königreich Ungarn, derzeit Ungarn — November 1928
Ewige Gelübde:
11. November 1930
Priesterweihe:
Budapest, Königreich Ungarn, derzeit Ungarn — 23. Juni 1940
Weiterer verwendeter Name:
Hollner
Biographische Daten
József Hámor SDB (1914–1999), ein ungarischer Salesianer und Seelsorger, wurde am 27. September 1914 in Szentendre geboren; sein ursprünglicher Familienname lautete Hollner. Er verbrachte seine Kindheit in einem tief religiösen Umfeld, kam schon früh mit dem kirchlichen Leben in Berührung und lernte im Alter von vierzehn Jahren den Salesianerorden und die Spiritualität des Heiligen Johannes Bosco kennen. Er setzte seine Ausbildung am Salesianergymnasium fort, wo er sich bald durch sein künstlerisches und musikalisches Talent auszeichnete. Er begann sein Noviziat in Péliföldszentkereszt, legte 1930 seine ersten Gelübde ab und absolvierte anschließend seinen praktischen Erziehungsdienst in Rákospalota, Szombathely und Gyula. Seine Schüler schätzten ihn besonders wegen seiner Bescheidenheit und Unmittelbarkeit.
Nach seinem Theologiestudium wurde er am 23. Juni 1940 in Budapest von Kardinal Jusztinián Serédi zum Priester geweiht. Durch seine hervorragenden rhetorischen Fähigkeiten und seine Kenntnisse im Kirchenrecht wurde er schnell bekannt. Seinen priesterlichen Dienst begann er in Pestszentlőrinc, später lehrte er in Győr und übernahm leitende Aufgaben in der Salesianerausbildung. Der Zweite Weltkrieg und die darauf folgende kommunistische Machtübernahme hatten schwerwiegende Auswirkungen auf sein Leben und seinen Orden: Nach der Auflösung der Ordensgemeinschaften arbeitete er als Landpfarrer, später als einfacher Arbeiter und als Mesner, blieb dabei jedoch seiner Berufung als Priester und Erzieher treu.
Während der Revolution von 1956 half er bei der Rettung junger Salesianer-Aspiranten und verließ dann selbst Ungarn. Über Österreich und Turin gelangte er schließlich nach Kanada, wo er 1957 in Edmonton die ungarische katholische Gemeinde organisierte und die ungarische katholische Pfarrei St. Imre gründete. Jahrzehntelang war er Seelsorger, Lehrer, Musiker und Gemeinschaftsorganisator der ungarischen Gemeinschaft in Westkanada. Er leitete eine ungarische Schule, führte einen Chor, bildete junge Menschen aus und spielte eine bedeutende Rolle bei der Bewahrung der ungarisch-katholischen Identität im Exil.
Aufgrund seines sich verschlechternden Gesundheitszustands trat er 1971 von seinem Amt als Pfarrer zurück, blieb aber weiterhin aktiv im Dienst. Später engagierte er sich auch in der Seelsorgearbeit der chinesischen katholischen Gemeinde in Edmonton. Aufgrund seiner außergewöhnlichen Arbeitskraft, seines tiefen Glaubens, seines musikalischen Talents, seiner Vaterlandsliebe und seiner Menschlichkeit wurde er hoch geachtet. Am 13. Februar 1999 verstarb er in Kanada. Sein Leben widmete er ganz dem Dienst an der Kirche, der salesianischen Spiritualität und den in der Diaspora lebenden Ungarn.
Er organisierte eine ungarische Samstagsschule und einen Chor und gründete den Verein der ungarischen Katholiken in Edmonton. Zwischen 1980 und 1987 ließ er eine neue Kirche errichten. Unter seiner Leitung wurde die ungarische Schule in Edmonton – als einzige in Kanada – zu einer offiziell anerkannten Privatschule. Er sprach sechs Sprachen. Für seine Arbeit nahm er niemals ein Gehalt an, um damit die Kirchengemeinde zu unterstützen. Bei seinem Tod wurde ihm im Parlament von Alberta mit einer zweiminütigen Schweigeminute gedacht.
Dienstorte im Heimatland
Von
Bis
Ort
Land
Kirche / Institution
Funktion
1932
1936
Rákospalota
Königreich Ungarn, derzeit Ungarn
Aufseher, Erzieher, absolviert nebenbei ein Gymnasium
1936
1940
Péliföldszentkereszt
Königreich Ungarn, derzeit Ungarn
theologische Studien
1940
1942 circa
Pestszentlőrinc
Königreich Ungarn, derzeit Ungarn
Erzieher, ab 1945 dort Direktor der Einrichtung, Pfarrer
1942 nach
1945 vor
Győr
Königreich Ungarn, derzeit Ungarn
der Seelsorger der Seminaristen
1945
1948
Mezőnyárád
Ungarn
1950
1953
Kisbarát
Ungarn
Kantor, Religionslehrer, Hilfspfarrer
1953
1956
Budapest
Ungarn
Jézus Szíve templom
Kirchendiener
Dienstorte im Ausland
Von
Bis
Ort
Land
Kirche / Institution
Funktion
1956
1957
Graz
Österreich
Sie widmete sich der Erziehung ungarischer Flüchtlingskinder und lebte anschließend für kurze Zeit in Turin, Italien
1957
1999
Edmonton, AB
Kanada
Pfarrer (1957–1970), später Hilfspfarrer
1985
1996
Edmonton, AB
Kanada
Seelsorger der chinesischen katholischen Gemeinde
Literarische Tätigkeit
Az ünnepekre színdarabokat írt, zenét komponált, a gyermekek előadását zongorán kísérte. Mikulásra minden gyermekről szellemes-kedves versikét költött.