Zsira, Österreich-Ungarische Monarchie, derzeit Ungarn — 13. August 1910
Sterbedaten:
Buffalo, NY, USA — 1970
Laut anderer Quelle: Niagara Falls, NY, USA?
Konfession:
Römisch-katholisch
Kirchlicher Status:
ordensgebunden
Diözese / Orden:
piarista (Ordo Clericorum Regularium Pauperum Matris Dei Scholarum Piarum)
Weihegrad:
Priester
Erste (zeitliche) Gelübde:
Vác, Königreich Ungarn, derzeit Ungarn — 27. August 1929
Ewige Gelübde:
15. September 1935
Priesterweihe:
11. April 1936
Weiterer verwendeter Name:
Sasvári János
Biographische Daten
János Sárvári (Sasvári), Dr. SP, Piaristenmönch, römisch-katholischer Priester, Lehrer und später Diözesanpriester. Er war eine bekannte Persönlichkeit des ungarischen Piaristen-Bildungswesens vor dem Zweiten Weltkrieg, der 1949 nach der kommunistischen Machtübernahme Ungarn verließ und seinen pastoralen Dienst in den Vereinigten Staaten fortsetzte.
Er wurde am 13. August 1910 in Zsirá geboren. Am 27. August 1929 trat er in Vác in den Piaristenorden ein, wo er den Ordensnamen „Heilige Therese“ wählte. Nach Ablegung seiner einfachen Gelübde setzte er sein Theologiestudium fort, legte am 15. September 1935 seine ewigen Gelübde ab und wurde am 11. April 1936 zum Priester geweiht. Anschließend studierte er von 1936 bis 1938 in Rom, wo er den Doktortitel erwarb.
Nach seiner Rückkehr unterrichtete er an verschiedenen Gymnasien des Piaristenordens. Von 1939 bis 1941 war er in Tata, von 1942 bis 1943 in Kalocsa, von 1944 bis 1945 in Kecskemét und schließlich von 1946 bis 1948 in Mosonmagyaróvár als Lehrer tätig. In Mosonmagyaróvár engagierte er sich auch in der Seelsorge für die Studierenden der Wirtschaftsakademie und war eine aktive Persönlichkeit im lokalen katholischen öffentlichen Leben.
Nach der Machtübernahme durch die Kommunisten geriet er zunehmend in eine schwierige Lage. Im August 1949 floh er mit seiner Familie über den „grünen Grenzstreifen“ durch den Weinberg seiner Familie in Zsira nach Österreich. In Wien meldete er sich beim Piaristenorden, von wo aus er in die Vereinigten Staaten entsandt wurde. Zunächst beteiligte er sich an der Lehrtätigkeit der ungarischen Piaristen im Exil in Pennsylvania, doch später verschlechterte sich sein Verhältnis zu den Ordensoberen, und er entfernte sich allmählich von der Gemeinschaft. Den Erinnerungen der Piaristen zufolge war er ein Mensch mit schwierigem Charakter, was dazu beitrug, dass er schließlich den Orden verließ.
In den Vereinigten Staaten war er zunächst in Niagara Falls (1951) tätig, dann in Buffalo (1952), in Derby (1953), Lackawanna (1954), danach in Philadelphia (1955–1956) und Devon (1957). In den Jahren in Pennsylvania wirkte er in der Lehr- und Seelsorgetätigkeit der emigrierten ungarischen Piaristen mit. Später kehrte er erneut in den Bundesstaat New York zurück: 1958 wirkte er in Derby, zwischen 1959 und 1963 in Buffalo und schließlich 1964 in East Aurora. In der Region Buffalo–Niagara Falls übte er hauptsächlich diözesane Seelsorgeaufgaben aus und war vermutlich auch in Pfarreien italienischer Herkunft tätig.
1970 beantragte er seinen Austritt aus dem Orden und wollte seinen Dienst als Diözesanpriester fortsetzen. Dazu blieb ihm jedoch kaum noch Zeit, da er im selben Jahr unerwartet verstarb. Als Ort seines Todes nennen die Quellen Buffalo bzw. die Gegend um die Niagarafälle; der genaue Ort ist jedoch bislang nicht geklärt.