Nyomja, Österreich-Ungarische Monarchie, derzeit Szederkény, Ungarn — 6. März 1904
Sterbedaten:
Hamilton, ON, Kanada — 26. Mai 1983
Konfession:
Römisch-katholisch
Kirchlicher Status:
ordensgebunden
Diözese / Orden:
jezsuita (Societas Jesu)
Weihegrad:
Priester
Eintritt ins Ordensleben:
Szeged, Königreich Ungarn, derzeit Ungarn — 21. August 1921
Priesterweihe:
Szeged, Königreich Ungarn, derzeit Ungarn — 19. Juni 1932
Begräbnisort:
a Szent László-templom magyar temetője
Courtland, ON, Kanada
Biographische Daten
Elemér Eisz legte 1921 am Pius-Gymnasium in Pécs sein Abitur ab. Sein Vater war Dorfkantor und -lehrer, der später mit dem päpstlichen Verdienstorden „Pro Ecclesia et Pontifice“ ausgezeichnet wurde. Im Rahmen seiner Ordensausbildung studierte er in Szeged, auf der englischen Insel Jersey und in Rom; während seiner Jahre in Rom entwickelte er eine schwere Gelenkerkrankung, und eine Zeit lang stand sogar im Raum, dass er den Jesuitenorden aus gesundheitlichen Gründen verlassen müsse. Schließlich erholte er sich wieder und wurde am 19. Juni 1932 in Szeged zum Priester geweiht. Seine feierliche Profess mit den vier Gelübden legte er am 2. Februar 1939 ab.
Er wurde zu einem der wichtigsten Organisatoren der Missionsarbeit in Ungarn. Er leitete das Missionszentrum der Jesuiten, war für die ungarische Mission in China verantwortlich und führte den Missionsunterricht am interdiözesanen Priesterseminar in Szeged ein. Er organisierte eine Kurzwellenfunkverbindung zwischen Szeged und der ungarischen Mission in China und nutzte zudem Fotografie und Film im Dienste der Missionspropaganda und für Vorträge vor Jugendlichen. Er hinterließ ein bedeutendes Foto- und Filmarchiv.
Während der Judenverfolgungen rettete er gemeinsam mit den Jesuiten József Jánosi und Jakab Raile Menschen. Später wurde er Sekretär, Vertrauter und Stellvertreter des Provinzials und spielte eine bedeutende Rolle bei der Organisation der Flucht junger ungarischer Jesuiten in den Westen. Ab Ende 1947 war er Hausoberer des Jesuitenklosters in Budapest. In seinem Auftrag malte Masa Feszty das Bild der „Úti Boldogasszony“, das im September 1948 in der Herz-Jesu-Kirche in Budapest aufgestellt wurde.
Er war der erste im Ausland ernannte Provinzial der zerstreuten ungarischen Ordensprovinz. Laut dem Katalog von 1951 gehörten ihm 161 Ordensmitglieder an: 75 Priester, 68 Ordensnovizen und 18 Laienbrüder, darunter 27 chinesische Missionare. Seine Aufgabe bestand in erster Linie darin, die Ausbildung, Unterbringung und apostolische Arbeit der jungen Ordensbrüder, die ins Ausland geflohen waren, zu organisieren.
Dienstorte im Heimatland
Von
Bis
Ort i
Aktueller Name, Land i
Kirche / Institution
Funktion
1927
1929
Pécs, Königreich Ungarn
Ungarn
Aufseher am Internat, Lehrer für Englisch und Französisch
1934
1935
Szeged, Königreich Ungarn
Ungarn
Philosophielehrer
1936
1937
Budapest, Königreich Ungarn
Ungarn
Philosophielehrer
1938
Budapest, Königreich Ungarn
Ungarn
Manréza
der Assistent des Meisteranwärters, währenddessen Terz
1939
1949
Budapest, Königreich Ungarn
Ungarn
Leiter des Missionszentrums, Dozent für Missionswissenschaft am Priesterseminar in Szeged, Redakteur, Verantwortlicher für die ungarische Mission in China im Inland, Hausleiter
Dienstorte im Ausland
Von
Bis
Ort
Aktueller Name, Land
Kirche / Institution
Funktion
1949
1953
State Island, NY, USA
Leiter bzw. Provinzial der Sektion II der im Ausland tätigen ungarischen Jesuiten.
1950 circa
1955
Hamilton, ON, Kanada
Magyarországi Szent István templom
Pfarrer
1956
1962
Shrub Oak, NY, USA
Pfarrer, Beichtvater, Zelebrant und geistlicher Begleiter des Mutterhauses der „Töchter der göttlichen Liebe“
1962
1978
State Island, NY, USA
Pfarrer, Beichtvater, Zelebrant und geistlicher Leiter des Mutterhauses der „Töchter der göttlichen Liebe“
1979
1981
Courtland, ON, Kanada
Pfarrer
1982
1983
Hamilton, ON, Kanada
Szent Erzsébet Otthon
im Krankenstand
Literarische Tätigkeit
Bellarmin Szent Róbert élete. Bp., 1931;
Én vagyok az élet és a fény […] Képes ismertetés a missziókról. (Név nélkül.) Bp., 1939;
A Jézus Társaság és a világmisszió. Bp., 1942; Szabadíts meg a gonosztól. (Kővári Károllyal). Hamilton, ON, 1982.
Katolikus Missziók: felelős szerkesztő, 1939 júliusától 1944 decemberéig;
Taming: felelős szerkesztő, 1939 decemberétől 1943 decemberéig;
A Szív: felelős szerkesztő 1942. január 21. és június 6. között.
Leiter des Missionszentrums, Dozent für Missionswissenschaft am Priesterseminar in Szeged, Redakteur, Verantwortlicher für die ungarische Mission in China im Inland, Hausleiter