Jászberény, Königreich Ungarn, derzeit Ungarn — 28. August 1921
Sterbedaten:
De Pere, WI, USA — 26. März 2016
Konfession:
Römisch-katholisch
Kirchlicher Status:
ordensgebunden
Diözese / Orden:
premontrei (Ordo Praemonstratensis)
Weihegrad:
Priester
Eintritt ins Ordensleben:
Jászó, Königreich Ungarn, derzeit Jasov, Slowakei — 28. August 1940
Erste (zeitliche) Gelübde:
Jászó, Königreich Ungarn, derzeit Jasov, Slowakei
Ewige Gelübde:
Jászó, Königreich Ungarn, derzeit Jasov, Slowakei — 9. September 1944
Priesterweihe:
25. März 1946
Begräbnisort:
Saint Norbert Abbey Cemetery
De Pere, WI, USA
Weiterer verwendeter Name:
Joseph Sabbas Rékasi
Biographische Daten
József Csaba Rékasi wurde am 28. August 1921 in Jászberény geboren. Er legte sein Abitur am József-Nádor-Gymnasium ab. Schon als Schüler interessierte er sich für Literatur, Theater und bildende Kunst; auch die Dichtung und das persönliche Vorbild von László Mécs beeinflussten seine Entscheidung für das Ordensleben. Am 28. August 1940 trat er in die Prämonstratenserabtei in Jászó ein. Am 9. September 1941 legte er sein einfaches Gelübde ab, am 9. September 1944 sein feierliches Gelübde. In Jászó studierte er Philosophie und Theologie und setzte anschließend sein Studium in Gödöllő, Budapest und Paris fort. An der Pázmány-Péter-Universität und an der Sorbonne beschäftigte er sich mit ungarischer und französischer Literatur sowie mit finno-ugrischer und rumänischer Sprachwissenschaft; in Paris erwarb er ein Sprachlehrer-Diplom. Seinen eigenen Angaben zufolge wurde er am 25. März 1946 zum Priester geweiht, obwohl eines der Ordensverzeichnisse das Jahr 1947 angibt.
Im Dezember 1952 kam er mit dem Schiff in die Vereinigten Staaten. Zunächst lebte er im Kloster der Prämonstratenser in Philadelphia, anschließend unterrichtete er Französisch und Latein am St. Norbert College in De Pere. Anschließend wurde er Dozent und Doktorand an der Fordham University in New York. 1960 erwarb er den Doktortitel in Sprach- und Literaturwissenschaft mit einer Dissertation über den Zusammenhang zwischen Paul Claudels Poetik und seinen dramatischen Werken. Ab 1957 war er rund 36 Jahre lang im Fachbereich für französische Sprache und Kultur an der University of Detroit tätig. Seine Fachgebiete waren das französische Theater, die Kunst und die Phonetik. Er leitete regelmäßig Studienreisen mit Studierenden nach Paris und pflegte auch als Seelsorger einen dauerhaften Kontakt zu seinen ehemaligen Studenten. Für die Verbreitung der französischen Kultur in den USA wurde er 1967 zum Ritter und 1979 zum Offizier des Ordens der Akademischen Palmen ernannt. 1992 trat er in den Ruhestand und kehrte nach De Pere zurück, wo er in der Gemeinschaft des Priorats St. Joseph lebte. Am 26. März 2016 verstarb er im Alter von 94 Jahren. Er wurde auf dem Friedhof der St. Norbert Abbey beigesetzt.