Nyergesújfalu, Österreich-Ungarische Monarchie, derzeit Ungarn — 19. September 1914
Sterbedaten:
Miami, FL, USA — 19. September 1996
Konfession:
Römisch-katholisch
Kirchlicher Status:
diözesan
zuvor: ordensgebunden
Diözese / Orden:
szalézi (Societas Sancti Francisci Salesii) (1956-ig) → Miami, FL, USA
Weihegrad:
Priester
Priesterweihe:
Camagüey, Kuba — 12. Dezember 1943
Begräbnisort:
Our Lady of Mercy Catholic Cemetery
Miami, FL, USA
Biographische Daten
Pál Sághy SDB, römisch-katholischer Priester, Salesianer und später Diözesanpriester, der zunächst als Missionar in Kuba und später mehr als drei Jahrzehnte lang als Seelsorger für die spanischsprachigen katholischen Gemeinden in Florida tätig war. Sein Wirken war insbesondere in der Seelsorge für kubanische Emigranten und Saisonarbeiter in der Landwirtschaft von Bedeutung.
Er wurde am 19. September 1914 in Nyergesújfalu geboren. Als Mitglied der Salesianer bereitete er sich auf die Priesterweihe vor und wurde am 12. Dezember 1943 in Camagüey, Kuba, zum Priester geweiht. Nach seiner Priesterweihe war er in verschiedenen Pfarreien der Diözese Camagüey im pastoralen Dienst tätig.
Anfang der 1960er Jahre – infolge der kirchenfeindlichen Maßnahmen des kommunistischen Regimes in Kuba – verließ er Kuba und trat in den Dienst der Erzdiözese Miami in Florida. Obwohl er anfangs noch als Salesianer tätig war, trat er später aus dem Orden aus und setzte seinen priesterlichen Dienst als Diözesanpriester fort.
Seine erste bekannte Dienststelle in den USA war 1962 die Holy Rosary Parish (Perrine) in Florida, wo er als Kaplan tätig war. Im folgenden Jahr wurde er Vikar der Saints Peter and Paul Parish in Miami, und 1963 wurde ihm die Leitung des Florida City Camp for Cuban Children übertragen. Dieses Lager diente der Betreuung und seelsorgerischen Begleitung von Flüchtlingskindern aus Kuba, sodass Sághy unmittelbar an einem der wichtigsten Hilfsprogramme für die kubanische Emigrantengemeinschaft mitwirkte.
In der zweiten Hälfte der 1960er Jahre war er als Kaplan der St. Jerome Parish in Fort Lauderdale tätig, bevor er 1969 Kaplan der St. John the Apostle Parish in Hialeah wurde. Im selben Jahr wurde er zum Verwalter der St. Margaret-Gemeinde in Clewiston und ihrer Filialen ernannt. An diesen Dienstorten kümmerte er sich vor allem um die Seelsorge für spanischsprachige Gläubige sowie für Landarbeiter.
Ab Mitte der 1970er Jahre war er als Pfarrer der St. Philip Benizi-Gemeinde (Belle Glade) tätig. Die Pfarrei war eine der wichtigsten katholischen Gemeinden für die Saisonarbeiter im Zuckerrohrgebiet Floridas, wobei der Seelsorge für die lateinamerikanischen Gläubigen besondere Bedeutung zukam. In der damaligen Diözesanpresse wurde er regelmäßig als Leiter der Pfarrei erwähnt.
Ab den 1980er Jahren war er in Hallandale tätig, 1992 dann auch in Fort Pierce. Sein gesamtes priesterliches Leben widmete er den kubanischen Emigranten, den spanischsprachigen katholischen Gemeinden und der missionarischen Seelsorge in Florida.
Am 19. September 1996, an seinem 82. Geburtstag, verstarb er in Miami.