Er wurde in Dalmatien geboren, wurde aber nach den Erinnerungen von László Orosz SJ zum Ungar. Er wollte Missionar werden, starb jedoch aufgrund einer plötzlichen Erkrankung noch während der Reise. „Vor einigen Tagen, am 4. Juli, hat Pater Lukács Bakranin nach einer schmerzhaften Krankheit, die er mit wunderbarer Geduld und großer Standhaftigkeit ertrug, das vergängliche Leben gegen das ewige eingetauscht. Sein Tod wird von den spanischen Jesuiten und ihren indianischen [amerikanischen] Vertretern betrauert. Umso bitterer trauern sie, je mehr sie ihn wegen seines vorbildlichen Verhaltens und nicht zuletzt wegen seines hervorragenden Wissens liebten und schätzten. Denn als er einmal zu theologischen Schuldebatten eingeladen wurde, brachte er seine Einwände so brillant vor und erläuterte sie so überzeugend, dass die spanischen Professoren gezwungen waren zuzugeben, dass dieser Ungar sie aus einem tief in ihnen verwurzelten Irrglauben befreit habe. Bislang hatten sie nämlich geglaubt, dass die spekulativen Wissenschaften außerhalb Spaniens entweder gering geschätzt oder nicht ernsthaft betrieben würden.“ (Tihamér Lacza)